Osterfestspiele 2018 in Salzburg

Eine der großen veristischen italienischen Opern im Zentrum: Tosca

Nach dem Opern-Doppel Cavalleria rusticana und Pagliacci im Jahr 2015 sowie Otello 2016 wenden

sich die Osterfestspiele unter der Künstlerischen Leitung von Christian Thielemann erneut dem

italienischen Repertoire zu. Mit Giacomo Puccinis Oper Tosca steht eine der großen veristischen

Opern im Zentrum des Programms der Osterfestspiele Salzburg 2018. Und mit Philipp Stölzl kehrt der

erfolgreiche Regisseur und Bühnenbildner von Cavalleria/Pagliacci zurück und setzt 2018 Puccinis

Meisterwerk in Szene. Gemeinsam mit Philipp Stölzl wird Heike Vollmer das Bühnenbild gestalten; das

Kostümdesign stammt von Thomas Oláh.

Christian Thielemann obliegt die musikalische Leitung der Neuproduktion. In der Titelpartie ist

Anja Harteros – eine „der“ Toscas unserer Tage – zu erleben. Den Cavaradossi wird Aleksandrs

Antoņenko verkörpern, einer der weltweit führenden Spinto-Tenöre der jüngeren Generation, und den

Scarpia der renommierte Bariton Ludovic Tézier. In den weiteren Rollen: Andrea Mastroni (Angelotti),

Matteo Peirone (Mesner), Mikeldi Atxalandabaso (Spoletta), Rupert Grössinger (Sciarrone) und

Levente Páll (Schließer).

Puccini auch im Konzertprogramm

Giacomo Puccini spannt den Bogen zum Konzertprogramm, welches ebenso wie die Oper vom

Residenzorchester der Osterfestspiele, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, musikalisch getragen

wird. Puccinis frühes Orchesterwerk Preludio sinfonico eröffnet ein Orchesterkonzert, in dem diePianistinnen Katia und Marielle Labèque mit Mozarts Doppelkonzert bei den Osterfestspielen zu Gast sein werden. Die Schwestern gelten als eines der aufregendsten und vielseitigsten Klavierduos

unserer Zeit. Hector Berlioz‘ Symphonie fantastique beschließt den Abend, bei dem – ebenfalls zum

ersten Mal bei den Osterfestspielen – Andrés Orozco-Estrada am Pult steht. Der Dirigent ist in aller

Welt gefragt und gilt als einer der führenden Vertreter seiner Disziplin aus der jungen Generation.

Herbert-von-Karajan-Preisträgerin 2018: Sol Gabetta

Das zweite Orchesterkonzert leitet Christian Thielemann; er eröffnet es mit Felix Mendelssohn

Bartholdys Konzert-Ouvertüre Die Hebriden. In Robert Schumanns Cellokonzert wird die Trägerin des

nächstjährigen – von Eliette von Karajan gestifteten – Herbert-von-Karajan-Preises als Solistin zu

erleben sein: Sol Gabetta, die bereits seit ihrer Kindheit mit ihren gestalterisch wie technisch

beeindruckenden Interpretationen Aufsehen erregt. Johannes Brahms hat seit jeher seinen festen

Platz im Repertoire der Staatskapelle; seine Zweite Symphonie erklingt in diesem Konzert als

Hauptwerk nach der Pause.

Elīna Garanča in Mahlers Dritter Symphonie

2018 widmet sich Christian Thielemann zum ersten Mal Gustav Mahlers Dritter Symphonie. Als

Solistin ihm zur Seite im Chorkonzert ist die Mezzosopranistin Elīna Garanča zu erleben, die als

Opern- und Konzertsängerin weltweit gefeiert wird. Die Damen des Wiener Singvereins sowie der

Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor gestalten den Chorpart.

Fortsetzung der Kammeropern-Reihe mit Madernas Satyricon

2017 begründeten die Osterfestspiele Salzburg als zweites Programmangebot im Bereich des

Musiktheaters eine neue Kammeropern-Reihe. Auf Salvatore Sciarrinos Lohengrin folgt 2018

Satyricon von Bruno Maderna. Dieses Werk entstand gegen Ende seines – bereits von Krankheit

gezeichneten – Lebens und wurde 1973 uraufgeführt. Es handelt sich um ein stilpluralistisches

Musiktheater nach dem gleichnamigen Roman von Titus Petronius, in dem der Komponist aus

mehreren Epochen der Musikgeschichte zitiert. Das Werk besteht aus mehreren verschiedenen

Szenen, die von Dirigent und Regisseur in ihrer Abfolge kombiniert werden können.

Für die szenische Umsetzung zeichnen Georg Schmiedleitner (Inszenierung), Harald Thor

(Bühnenbild) und Tanja Hofmann (Kostüme) verantwortlich. Peter Tilling leitet das œnm .

österreichisches ensemble für neue musik sowie Solisten des Jungen Ensembles und des Ensembles

der Semperoper Dresden, mit der diese Neuinszenierung als Koproduktion herausgebracht wird.Geistliche Musik im Konzert für Salzburg

Wie bereits im Jahr 2016 steht auch 2018 das Konzert für Salzburg mit der Staatskapelle Dresden im

Zeichen geistlicher Musik. Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion, ein Hauptwerk der liturgischen

Musik der Karwoche, steht auf dem Programm. Der Dirigent Philippe Herreweghe, Gründer und Leiter

des Collegium Vocale Gent, gastiert mit seinem Vokalensemble, mit dem er seit Jahrzehnten für

wegweisende Interpretationen der historischen Aufführungspraxis bekannt ist. Die Solopartien

übernehmen Maximilian Schmitt (Evangelist), Krešimir Stražanac (Jesus), Dorothee Mields (Sopran),

Damien Guillon (Altus), Robin Tritschler (Tenor) und Peter Kooij (Bass).

Eine Österreichische Erstaufführung in den Kammerkonzerten

Die Karajan-Preisträgerin Sol Gabetta tritt bei den Osterfestspielen Salzburg 2018 auch als

Kammermusikerin in Erscheinung. Sie wird gemeinsam mit Musikern der Staatskapelle Dresden ein

Werk der Komponistin Sofia Gubaidulina erstmals in Österreich zu Gehör bringen: Die Pilger für

Violine, Kontrabass, Klavier und zwei Schlagzeuger. Sofia Gubaidulina ist der Staatskapelle eng

verbunden; sie war für zwei Spielzeiten „Capell-Compositrice“ des Orchesters.

Die Kapelle spielt auf – im Kinderkonzert

Das beliebte Konzertformat der Staatskapelle Dresden für junges Publikum – Kapelle für Kids – hat

mittlerweile auch eine treue Fangemeinde in Salzburg gefunden. In der kommenden Saison heißt das

Programm Die Kapelle spielt auf. Die Puppe Alma und Musiker der Staatskapelle werden Kindern

darlegen, wie Komponisten aus Tanzmusik und Volksmusik „Kunstmusik“ gemacht haben – die einen

wiederum ebenso zum Singen und Tanzen verführen kann.

Weitere Infos: https://www.osterfestspiele-salzburg.at/

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