Rockiges Hexenwerk und Weltpremiere im Steinbruch

„The Witches Seed“ (die Saat der Hexen), eine Rockoper voller Fantasie und Dramatik – inspiriert von finsterer Realität. Stewart Copeland, Begründer der legendären New Wave-Band The Police, hat die Musik dazu komponiert - Weltpremiere wird am 22. Juli gefeiert, beim Festival „Tones on the Stones“ im Hinterland des Lago Maggiore.

Eine Zeit, in der eine aggressiv grassierende Pandemie die Gesellschaft in schwere Turbulenzen bringt – Wirtschafts- und soziale Krise bilden den Nährboden für radikale Glaubensströmungen und Ketzerei. Vor diesem düsteren Hintergrund entspinnt sich die Handlung der Rockoper „The Witches Seed“, die beim Festival „Tones on the Stones“ im einzigartigen Teatro Natura, einem ehemaligen Steinbruch in den Ossola-Tälern nahe des Lago Maggiore. Weltpremiere feiern wird. Bis zum letzten Akt wird den Zuschauenden sicherlich vor Spannung der Atem stocken, wenn sich auf der Bühne alles gegen drei Frauen verschwört, die der Hexerei bezichtigt werden und denen der qualvolle Tod in den Flammen droht, wie ihn Zehntausende „Hexen“ in vergangenen Jahrhunderten erlitten haben. Immer Bühnenwerk unerwartete Wendungen, bis es zum unvorhersehbaren Finale kommt. Die Idee für die Story über gesellschaftliche Tiefpunkte und ketzerisches Gedankengut stammt von Maddalena Calderoni, die das Festival „Tones on the Stones“ leitet und es vor 15 Jahren mit aus der Wiege gehoben hat. Ex-Police-Schlagzeuger Stewart Copeland hat die Musik zum dramatischen Geschehen komponiert. Auch den britischen Opernregisseur Jonathan Moore sowie Chrissie Hynde, einstige Frontfrau der britischen Band „The Pretenders“; konnte Calderoni für die künstlerische Realisierung gewinnen. Mit von der Partie ist auch Irene Grandi, eine in Italien populäre Popsängerin und Songschreiberin.

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Stresa Festival: Mit großer Musik durch den Sommer

Klassik, Jazz und Rock, hochkarätige Ensembles und virtuose Solisten – vom 16. Juli bis zum 9. September 2022 findet am Lago Maggiore das Stresa Festival statt. Die diesjährige 61. Ausgabe des Festivals widmet zahlreiche Veranstaltungen dem großen italienischen Intellektuellen Pier Paolo Pasolini.

Er war ein Linker, ein Atheist, einer, der sich von Jesus und dem Evangelium immer wieder inspirieren ließ. Der widersprüchlichen Persönlichkeit des Regisseurs, Schriftstellers und Publizisten Pier Paolo Pasolini näherzukommen, darum geht es bei „Isola in Festival – le Isole di Pasolini“, der Auftaktveranstaltung des Stresa Festivals 2022. Mit Texten und Fotografien, Installationen und akrobatischem Tanz werden einen langen Abend lang auf der Isola dei Pescatori, der „Fischerinsel“ im Lago Maggiore, Facetten des Lebens und Schaffens dieses herausragenden Intellektuellen, beleuchtet. Anlass ist Pasolinis Geburtstag, der sich in diesem Jahr zum 100sten Mal jährt. Weitere Highlights folgen beim diesjährigen Stresa Festival dann Schlag auf Schlag. Unter dem Motto „Von Bach bis Piazzola“ steht der Konzertabend mit dem französischen Violine-Virtuosen Gilles Apap, dessen Karriere einst unter der Ägide des Jahrhundert-Geigers Yehudi Menuhin begonnen hat. Gemeinsam mit der Akkordeonspielerin Myriam Lafargue wird Apap das Publikum auf der berühmten Isola Bella mit einem breitgefächerten Repertoire verzaubern.

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Haus der Kunst: Carsten Nicolai | Ausstellungseröffnung | 3.6−17.7.22 | München

Der in Berlin lebende Künstler Carsten Nicolai (*1965 in Karl-Marx-Stadt) möchte in seinen Medieninstallationen unsichtbare Phänomene erfahrbar machen und vereint dazu die Disziplinen Musik, Kunst und Wissenschaft. Er beschäftigt sich mit mathematischen Modellen wie Raster und Codes, Fehlfunktionen und autonomen Strukturen und nutzt mit seiner Hingabe zum Reduktionismus elektronische Musik, um eigene Zeichensysteme, Klanglehren und visuelle Symbole zu entwickeln.

Die ortsspezifische Installation transmitter / receiver – the machine and the gardener (2022) am Haus der Kunst ist eine multi-sensorische Arbeit, die von Zen Gärten inspiriert wurde. Diese stellen das Universum in Miniaturform dar und laden Gärtnerinnen ein, abstrakte Ausdrucksformen in der Natur zu beobachten. In der Arbeit wird zusammen mit einem sich ständig verändernden Lichthorizont der Klang kosmischen Rauschens erfahrbar gemacht. Ein skulpturales Instrument („machine“) wird von Geigerzählern gesteuert und stößt einen elektrischen Impuls aus, sobald ein kosmisches radioaktives Teilchen festgestellt wird. Dieser Impuls reguliert das hörbare kosmische Rauschen, das separat auf dem Dach des Haus der Kunst von einer Antenne empfangen wird. Ein Lichthorizont wird wiederum sowohl durch die zufällige Begegnung radioaktiver Partikel verändert, als auch durch die Zeit innerhalb der aktuellen Mondphase. Dadurch entsteht eine Komposition, die gänzlich von der Zufälligkeit kosmischer Teilchen gesteuert wird. Die hypnotisierende Arbeit lädt Besucherinnen ein zur Kontemplation in einem Raum voller willkürlicher Frequenzen und Intensitäten. Als Referenz des lateinischen Worts „curare“ – sich kümmern – wird ein Mitglied des kuratorischen Teams als „Gärtner*in“ in der Installation ritualisierte Handlungen der Pflege durchführen und die physischen Elemente der Installation subtil neu arrangieren.

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Haus der Kunst - Fujiko Nakayas Nebelskulpturen - Erste umfassende Werkschau außerhalb Japans

„Nebel lässt sichtbare Dinge unsichtbar werden, während unsichtbare – wie der Wind – sichtbar werden.“ Fujiko Nakaya

Die Künstlerin und Bildhauerin Fujiko Nakaya (*1933 in Sapporo, Japan) wird im Haus der Kunst in München mit der ersten umfassenden Retrospektive außerhalb Japans gewürdigt. Die Ausstellung wird kuratiert vom Künstlerischen Leiter Andrea Lissoni und der Kuratorin Sarah Johanna Theurer und läuft vom 8. April – 31. Juli 2022.

Nakayas Nebelskulpturen sind zu einem Synonym für die Künstlerin geworden. Sie bestehen vollständig aus reinem Wasser und fordern damit traditionelle Vorstellungen von Skulpturen heraus. Je nach Temperatur, Wind und Atmosphäre verändern sie sich in jedem Augenblick, es entstehen temporäre, grenzenlose Skulpturen, die sich physisch mit dem Publikum verbinden. Die ephemeren Nebelskulpturen umhüllen die Betrachter*innen und versetzen sie in eine desorientierende, transzendente Verbindung mit der Umgebung. Früh inspiriert vom aufkeimenden ökologischen Bewusstsein, arbeitet Nakaya seit jeher mit Wasser und Luft – Elementen, die im Zusammenhang mit der Klimakrise mittlerweile besondere Bedeutung erlangt haben.

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Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes Oskar Anrather

Wir freuen uns Ihnen zum 100-jährigen Jubiläum der Salzburger Festspiele eine ganz besondere Ausstellung zu präsentieren.

Der „Meister der Leica“ Oskar Anrather hat unzählige Bilder als Pressefotograf von den Salzburger Festspielen in seinem Repertoire. Doch was verkörpert die Festspiele mehr als der berühmt-berüchtigte Jedermann von Hugo von Hofmannsthal…

Die Geschichte ist zeitlos und die Darsteller zahlreich. Nach mittlerweile 700 Vorstellungen und 100 Jahren Bühnenpräsenz ist sie mit den Salzburger Festspielen verknüpft wie kein anderes Stück.

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Der Wintersee: Krippen am Lago Maggiore

Die beliebte Ferienregion um den Lago Maggiore mit seinem hochalpinen Hinterland fasziniert auch im Winter. Die Bergwelt und der See verlocken zu Spaziergängen und Wanderungen. Und wer durch diese schöne Gegend im Dezember und Januar wandert, der wird überall eine der italienischen Besonderheiten entdecken: die Krippen.

Die Weihnachtskrippen blicken in ganz Italien auf eine lange und vielfältige Tradition zurück. Die ersten sinnfälligen Darstelllungen der Weihnachtsgeschichte sind bekanntermaßen bereits seit dem Heiligen Franz von Assisi überliefert. Zu fast schon einer wahren Kunst mit eigener Ausdrucksform haben sich die Krippendarstellungen entwickelt, besonders in Neapel, dessen Krippen weltweit bekannt sind. Aber in ganz Italien gehört die Krippenkunst einfach dazu und bringt Freude in die dunkle Jahreszeit.

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Thurgau Bodensee: Spazieren, feiern, entspannen

Dem Apfel ein Fest

Der Thurgau ist mit mehr als 1600 Hektaren Obstkultur die größte Obstanbauregion der Schweiz und mit seinen über 210‘000 Hochstammbäumen der Schweizer Apfelkanton schlechthin. Hier findet sich inmitten sanfter Hügel auch das Apfeldorf Altnau, wo seit Generationen knackige Sorten wie Jonagold, Gala, Elstar und Braeburn gezüchtet werden. Seinen Äpfeln widmet das an den Bodensees grenzende Dorf vom 7. bis 21. September 2019, mitten in der Erntezeit, die Apfelwochen. Während dieser zwei Wochen dauernden Feier finden verschiedene Veranstaltungen statt. So kreieren Konditoren mit Besuchern raffinierte Desserts. In den Restaurants werden spezielle Apfelmenüs serviert. Eine Klangmasseurin bietet entspannende Behandlungen zum Thema Apfel. Kutschen befahren den beliebten Apfelweg. Er führt zu Rätseln, Geschichten und Mitmach-Installationen rund um den Apfel, zu herrlichen Grillplätzen mit Blick auf den Bodensee und zum «Stiel» des Apfeldorfs, dem längsten Schiffssteg am Bodensee. Am 21. September endet das Fest auf dem Oberdorfplatz mit dem großen Herbstmarkt, Live-Musik und Wettbewerben. Informationen: www.altnau.ch / www.apfelwochen.ch

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Gaumenschmaus auf der Fischerinsel im Lago Maggiore

Am Lago Maggiore präsentiert sich die Kochkunst von seiner ursprünglichen Seite. Das Festival „Gente di lago e di fiume” vom 6. bis zum 7. Oktober auf der bringt auf fulminante Weise die urtümlichen Gaumenfreuden des Sees zur Geltung: alles rund um die heimischen Süßwasserfische. Den malerischen Rahmen für das junge Event bietet die unverwechselbare Isola dei Pescatori

Eine noch junge Idee, die in diesem Jahr erst zum zweiten Male umgesetzt wird und schon verspricht, ein Klassiker zu werden: das Festival Gente di Lago e di Fiume, die Leute vom See und vom Fluss, bringt am 6. und 7. Oktober Chefköche auf die Isola dei Pescatori, mitten im norditalienischen Lago Maggiore. Ein kulinarisches Ereignis erster Güte und voller Emotionen, was seinem Begründer zu verdanken ist: Marco Sacco, der am Lago di Mergozzo das Restaurant Piccolo Lago betreibt, ist der Initiator dieses Festivals. Die Idee ist, alles wertzuschätzen, was Tradition, Kultur und die Gastronomie hervorbringen in einer Landschaft, die an den Seen und Flüssen von den Alpen bis zum Meer vom Süßwasser geprägt ist. Denn, so sagt Marco Sacco: „Wir sind Leute vom See und wir haben unsere eigene Kultur, die man wertschätzen sollte.“ In einem Land mit so langer Küstenlinie wie Italien ist das durchaus etwas Besonderes. Und wie überall in Italien, ist auch hier ein wichtiger Teil der Kultur das gute Essen.

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Vigezzina Centovalli - die Schmalspurbahn am Lago Maggiore

Die Vigezzina-Centovalli-Bahn, das italienisch-schweizerische Projekt wurde 1919 feierlich besiegelt und in Angriff angenommen. Eine hundertjährige Erfolgsgeschichte, ursprünglich gedacht, um die abgelegenen Ossola-Täler zu erschließen, zieht heute Bahnbegeisterte und Touristen aus aller Welt in ihren Bann, im Hinterland des Lago Maggiore

Wer es einmal gemacht hat, kommt wieder: eine Fahrt mit der Schmalspurbahn durch die Berge gleich am Lago Maggiore ist ein unvergessliches Erlebnis. Von Domodossola im italienischen Piemont bis nach Locarno am nördlichen Schweizer Zipfel des Lago Maggiore durchfährt die Bahn eine traumhaft schöne Landschaft, die, jenseits der großen Touristenströme unbedingt einen Besuch lohnt. Eine Strecke über exakt 52,2 km, davon 32,3 km auf der piemontesischen und 19,9 km auf der Seite des Tessin, mit teilweise stattlichen Gefällen bis zu 60 %.

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Am Lago Maggiore erklingen die Steinbrüche

Vom 20. bis zum 28. Juli wird das XIII. Festival Tones on the Stones gefeiert, das spektakuläres Klangerlebnis im Steinbruch Cava La Beola di Monte, im Herzen der Ossola-Täler. Die Konzerte fügen sich nahtlos ein in die Veranstaltungsreihe „La pietra racconta“, der Stein erzählt, denn in dieser Region hat der Stein eine lange Geschichte

Wer an den malerischen Lago Maggiore fährt und mit wachem Blick durch seine Berglandschaft mit den schönen Ossola-Tälern wandert, dem mag die Vielzahl an größeren und kleineren Steinbrüchen auffallen – und das hat seinen Grund. Das Hinterland des Lago Maggiore hat die norditalienischen Städte seit vielen Jahrhunderten mit dem wohl wichtigsten Baumaterial versorgt – dem Stein. Die Gesteinsarten sind hier vielfältig und waren wegen ihrer Qualität und Färbung schon immer sehr beliebt. Und nicht nur für den kleinen Hausbau – selbst Marmor für den Mailänder Doms kam von hier, und bis auf den heutigen Tag sind einige Steinbrüche exklusiv für den Bedarf dieses Bauwerks reserviert.

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