Das Kloster Seeon

Das Benediktinerkloster Seeon wurde im Jahre 994 vom Pfalzgrafen Aribo I. vom Adelsgeschlecht der Aribonen auf einer Insel im Klosterssee als in„Sewa“gegründet, die ersten Mönche stammten vom Kloster St. Emmeram in Regensburg.

Das Kloster war ab 999 Reichskloster und wird im Mittelalter zu einem Zentrum der Buchschreibekunst, es gehört ab dem Jahr 1201 zu Salzburg.

Das heutige Gebäude der Klosterkirche St. Lambert entstand um das Jahr 1180 als romanische Säulenbasilika, in den Jahren 1428/33 erfolgte eine Umgestaltung im Stil der späten Gotik. Wichtige Sehenswürdigkeit im Inneren ist die Seehofer Madonna (um 1430, in Kopie, das Original befindet sich imBayerischen Nationalmuseum in München.

Im 16.Jahrhundert erlebte auch Kloster Seeon im Zuge der Kirchenspaltung einen Niedergang, der Konvent zählte zeitweise nur noch sieben Mitglieder. Erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts konnte sich das Klosterleben im Zuge der Gegenreformation wieder erholen. Durch Verzicht auf größere barocke Umbauten bleibt das Kloster schuldenfrei und wird wohlhabend.

Berühmte Klostergäste im 18. Jahrhundert waren Haydn und Mozart. Der junge Mozart komponiert speziell für das Kloster Seeon zwei Offertorien. Mönche aus Seeon lehren an der Universität in Salzburg;

Bis zur Säkularisation war das Benediktinerkloster das kulturelle Zentrum im Chiemgau und eines der reichsten Klöster in Altbayern. 1803 wurde es aufgelöst und anschließend unterschiedlich genutzt, unter anderem durch die Adelsfamilie Leuchtenberg als ständiger Wohnsitz, das Kloster wird zum Schloss. Ab 1816 wurde die Zugangsbrücke abgebrochen und durch den Zugangsdamm ersetzt, aus der Insel wird eine Halbinsel. Verschiedene Teile der Klosteranlagen werden abgebrochen. Durch die guten Beziehungen der Adelsfamilie nach Russland wird Schloss Seeon nach der russischen Revolution ab 1918 zum Exil für zahlreiche russische Emigranten.

Nach erneutem Besitzerwechsel (die Familie Leuchtenberg verarmte) verfallen die Gebäude im 20. Jahrhundert dann zunehmend.

Seit 1989 ist die Klosteranlage im Besitz des Bezirks Oberbayern. Im Jahre 1993 wurden die Gebäude umfassend renoviert, das ehemalige Kloster ist seither Veranstaltungsort für Konzerte, Ausstellungen und Vorträge.

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Foto Werner Reichel

 

 

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