Das MSG-Magazin ist jetzt auch im Tor Onion Netz verfügbar!
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Datenschutz NPO EURAFRI.com haben wir uns entschlossen das MSG-Magazin.com nun auch ins Tor Onion Netz zu bringen um eine anonyme Nutzung unserer Seite zu ermöglichen.
Wir haben bereits seit vielen Jahren keine Tracker, oder sonstige Scripts, welche Daten an Drittanbieter senden, in Verwendung und die Privatsphäre unserer Besucher ist uns extrem wichtig. Wohin verschiedene Webseiten Daten senden kann, auch für Laien sehr einfach, mit dem kostenlosen EURAFRI GDRP Website Test unter
herausgefunden werden. Wenn dabei rote Einträge auftauchen, sollten Sie zum Schutz Ihrer Privatsphäre die Webseite ohne Schutz durch den Tor Browser, oder zumindest dementsprechender Firefox Addons, besser nicht besuchen.
Die Prüfung von Apps ist aufwändiger und eher etwas für Spezialisten, da hier das Netzwerkprotokoll mitgelesen und ausgewertet werden muss. Es ist aber bekannt, dass proprietäre Apps, welche nicht unter die Open Source Definition fallen, meist massiv Daten an Drittanbieter übermitteln. Teilweise werden, illegal nach DSGVO Gesetz, ganze Adressbücher und viele private Fotos in Plattformen geladen. Dadurch werden nicht nur die Benutzer die das hochladen, sondern auch die in den Daten genannten Personen forensischen Datenfutter für die Massenüberwachung.
Wenn Sie nun glauben, der Autor ist ein Nerd, in falscher Panik, bzw. dass man da eh nichts mehr machen kann, weil DIE eh schon alles wissen, dann sollten Sie sich insbesondere die Videos Das “Made to Measure” Projekt und Nothing to Hide (2017) aus der Linksammlung
https://eurafri.com/de/projekte/videos/
des EURAFRI Projektes von Anfang bis zum Ende, vor einer Entscheidung, ansehen.
Um die Erweiterung der Besuchsmöglichkeiten der Seite über die .onion Adresse
http://2ltc2hzk2yiwhp4r4d776a64cgmsfdwpbvrl3h3qn5zsfziq544jiuad.onion/
zu verstehen, muss man zuerst mit ein paar Vorurteilen, welche meist von digitalfernen Bildungsschichten, ohne Wissen von IT und Overlay Netzwerken, verbreitet werden aufräumen und erklären, was das .onion Netz wirklich ist.
Auch muss angemerkt werden, dass jemand der am Mobilgerät “Wischen” und eine App (welche nur ein Programm ist) bedienen kann, kein IT Spezialist sondern ein reiner Anwender ist. Lassen Sie sich nur von Personen, welche Ihnen ohne Hilfe von Unterlagen oder Internet Seiten die Funktion von DNS, DHCP, Firewall, TCP- und UDP Protokollen, VPN Anbindungen und Routing sofort erklären können beeinflussen und ignorieren Sie Aussagen von Anwendern, welche die zu Grunde liegende Technik noch nicht einmal ansatzweise verstehen. Dann haben Sie einen perfekten Start in eine Zukunft in der Sie Herr über Ihre Daten und Ihre persönliche Privatsphäre sind.
Für alle die weiter im Detail an der Funktionalität interessiert sind findet sich im
https://de.wikipedia.org/wiki/Tor_(Netzwerk)
ein guter Artikel, der die Funktionsweise im Detail erklärt. Eine einfache Erklärung ist mit dem Bild von Wikipedia:
Foto: Wikipedia
möglich. Hier wird die Funktion des Eintritts- und Austrittsknotens gezeigt. Wenn “Bob” z.B. eine Webseite oder ein Internet Service ist, sieht “Bob” nur die IP-Adresse des Austrittsknotens und die echte IP-Adresse vom Benutzer “Alice” sieht nur der Eintrittsknoten. Die Anfrage wird durch mehrere Knoten geleitet und jeder Knoten kennt nur das nächste Ziel. Dadurch weis der Eintrittsknoten das Ziel der Anfrage von Alice nicht und der Austrittsknoten kennt den Rechner und die IP von Alice nicht.
So ist es nun möglich, dass Alice auf Bobs Webseite surft, ohne dass Bob die IP-Adresse von Alice in seinen Log-Dateien sieht. Die IP-Adresse, die in der Log Datei auftaucht, kann von Ihnen mit dem URL
leicht geprüft werden.
Nachdem der Tor Browser von der Tor Projekt Webseite downloaded und installiert ist, sieht man, wie im obigen Bild, dass es sich um einen für die Privatsphäre und die Tor Funktionen adaptierten Firefox Browser handelt und Sie somit keine besonderen Änderungen in Ihrem Verhalten durchführen müssen. Der Browser ist aktuell unter
https://www.torproject.org/download/
für Windows, macOS, Linux und Android verfügbar. Für IOS User empfiehlt sich ein Systemumstieg auf Android, oder für die Privatsphäre noch viel besser, auf LineageOS. Details zu mobilen Lösungen würden in diesem Artikel aber zu weit in die Tiefe der Massenüberwachung der Benutzer durch Betriebssystem und Apps führen. Der Autor wird einen eigenen Artikel später hier veröffentlichen.
Wenn man nun im Tor Browser unsere Adresse https://msg-magazin.com eingibt, funktioniert, am PC oder mobilen Endgerät, alles ident zu Ihrem Standard Browser, der unbedingt auf jedem System Firefox sein sollte. Die MSG Magazin Seite wird so angezeigt:
Damit sieht der MSG-Magazin Webserver nur mehr die IP-Adresse des Austrittsknoten und Sie besuchen unsere Seite vollkommen anonym. Nun kommen aber noch die Tor Onion Services ins Spiel. Für Sie als Anwender ist der Unterschied, dass diese Dienste statt, z.B. domain.com eine längere Zeichenfolge mit der Endung .onion aufweisen. Alle .onion Adressen sind nur mit dem Tor Browser erreichbar.
Onion Services sind nur über das Tor-Netzwerk erreichbar. Allerdings können Betreiber, welche einen gewissen Dienst anbieten, ihren Dienst als Onion Service und auch gleichzeitig als normalen Dienst, welcher ganz normal, ohne anonymisierung durch den Tor Browser, über das Internet erreichbar ist, anbieten.
Den Tor-Browser kann man so einstellen, dass eine für eine normale URL angebotene .onion-Seite automatisch aufgerufen wird. Dies hat den Vorteil, dass Benutzer, welche großen Wert auf Privatsphäre legen, den Weg über das Tor-Netzwerk gehen können.
Im Fall des MSG-Magazins sind diese Adressen:
Bei Verwendung der .onion Adresse mit dem Tor Browser ist eine noch vollständigere Privatsphäre gegeben.
Für unsere Technik-Profis in der Leserschaft sei auch angemerkt, dass jeder, mit jedem Internet Anschluss, auch mit dynamischer IP-Adresse zu Hause einen .onion Service einrichten kann und damit eine Webseite, oder einen Dienst, z.B. mit einem Raspberry Minicomputer ins .onion Netz stellen kann.
Um dieses, immer von Gegnern der Privatsphäre ins Spiel gebrachte, Darknet auch anzusprechen, sei folgendes angemerkt. Generell betreiben auch viele seriöse Firmen, wie zum Beispiel BBC, Deutsche Welle, taz, The New York Times, Voice of America, Facebook, Reddit und viele andere, ihre Webseite auch mit einer .onion Adresse:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_bekannten_Onion_Services_im_Tor-Netzwerk
Die Liste ist in der Realität viel länger, da sich viele hier gar nicht eintragen. Prinzipiell sollte jede Firmenwebseite auch mit einer .onion Adresse versehen sein.
Natürlich gibt es, wie im richtigen Leben, oder auch im Clearnet (das Internet, welches Sie jetzt nutzen) auch, dunkle Gestalten, welche versuchen die Anonymität für kriminelle Machenschaften zu nutzen. In Summe ist das aber, wie real, oder im Clearnet eine geringe Anzahl an Personen. Und einen gewissen Prozentsatz an kriminellen Personen werden Sie nirgends verhindern können.
Wichtig ist, das tausende Menschenleben, von Journalisten und kritischen Personen, insbesondere in autokratischen Staaten, durch das Tor Netz und dessen Anonymität, bzw. dessen Möglichkeit überhaupt eine geschützte Kommunikation durchzuführen, gerettet wurden.
Der Tor Browser sollte generell als Standardbrowser neben dem Firefox Browser auf allen Systemen verwendet werden.
Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren und auf dem Weg zu mehr Privatsphäre!
Autor: Karl M. Joch ( https://kmj.at )

