Magische Mischung – so feiert Sardinien Karneval

Die Magie einer fernen Zeit schwingt mit, wenn die Menschen mit archaischen Masken durch Städtchen und Dörfer ziehen. Länger als irgendwo sonst in Italien haben sich auf der Insel vorchristliche Rituale zum Vertreiben des Bösen und Beschwören des Glücks erhalten. Vor allem im Karneval sind sie noch sehr lebendig.

Auftakt der sardischen Karnevals-Saison sind die Feuer zu Ehren des Sant‘Antonio Abate, eines Heiligen aus frühchristlicher Zeit, der als „Vater der Mönche“ in die Kirchengeschichte eingegangen ist. In der Nacht vom 16. auf den 17. Januar werden die Antonius-Feuer vielerorts auf der Insel nach festlichen Ritualen entfacht. In den Wochen danach herrscht karnevaleskes Treiben, das 2023 seinen Höhepunkt zwischen dem 16. Februar und dem Aschermittwoch am 22. Februar finden wird. Dabei pflegt jeder noch so kleine Ort, der den Karneval hochhält, eigenen Bräuche und Rituale, die seit Jahrhunderten von einer Generation an die nächste weitergegeben werden.

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Sterne rund um den Lago Maggiore

385 Sterne lässt der Michelin-Restaurantführer 2023 über dem italienischen Stiefel funkeln. So viele wie nie zuvor. Bei den 3-Sterne-Genusstempeln weist der aktuelle Gourmet-Kompass landesweit einen einzigen Neuzugang aus. Die Villa Crespi am Ortasee mit Chef Antonino Cannavacciuolo hat es in die gastronomische Spitzen-Liga geschafft.

Es war die kulinarische Reise vom Süden des Stiefellandes bis in seine nördlichen Regionen, die Guide Michelins Restaurant-Tester in den höchsten Tönen schwärmen ließ. Mit jedem Gang die Aromen einer anderen italienischen Region am Gaumen spüren – das ist Idee, die hinter Cannavacciuolos Degustationsmenü steckt. Angefangen mit den kulinarischen Charakteristika seiner geliebten Heimatregion Kampanien über Gaumenkitzel mit dem Besten, was das innere Italien zu bieten hat bis hin zu Gabelfreuden, die typisch sind für die Küche des Piemont, der Wahlheimat des 47-jährigen Ausnahmekochs. Nach seiner Ausbildung in der süditalienischen Heimat und einigen Praxisjahren in französischen Küchen hatte Cannavacciuolo 1999, mit gerade mal 24 Jahren, die Villa Crespi übernommen. Seither leitet er das Restaurant gemeinsam mit Ehefrau Cinzia. Das Ambiente könnte exklusiver kaum sein. Die Villa Crespi in Orta San Giulio am Ortasee mutet an wie ein Schlösschen im maurischen Stil. Cristoforo Benigno Crespi, ein Mailänder Baumwollfabrikant, hatte sie sich Ende des 19. Jahrhunderts als Landsitz in der Bilderbuchlandschaft des von Hügeln gerahmten Sees errichten lassen. Das hier ein Chef mit großem Talent und mindestens ebenso großem Ehrgeiz für außergewöhnliche Gaumenfreuden sorgt, sprach sich schnell herum. 2003 bekam die Villa Crespi ihren ersten Stern. Schon 2006 folgte der Nächste. Nun, 16 Jahre später, gehört das Restaurant in der einstigen Fabrikantenvilla zu den Top-Zwölf Italiens.

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Gute Gründe für den Lago Maggiore im Winter

Mildes Klima, großartige Naturkulissen, Altstadtgassen mit mediterranem Flair, elegante Uferpromenaden, Wochenmärkte, Museen, Attraktionen und die Ruhe der Nachsaison – es gibt viele Gründe, im Winter an den Lago Maggiore zu fahren.

Frostfreie Tage und Spaß im Schnee

Die riesige Wasserfläche am Südrand ist ein Wärmespeicher. Auch im Winter ist es am Lago Maggiore deutlich wärmer als in den Ebenen Norditaliens. Selten fällt das Thermometer unter den Gefrierpunt, die durchschnittliche Wintertemperatur am großen oberitalienischen See beträgt sechs Grad. Mit Schnee werden die Orte an seinen Ufern daher selten überrascht. Im Hinterland dagegen zeigen sich die Hänge der voralpinen und alpinen Berge von ihrer weißen Seite. Mit dem Val Vigezzo lässt sich beispielsweis ab Cannobio, dem Urlaubsort am Nordwestufer, ein Skigebiet in etwa 40 Autominuten erreichen.

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Moore, Seen, Alpengipfel – wandern in der Provinz Brescia

In unterschiedlichen Höhenlagen lädt die oberitalienische Provinz Brescia Frischluft- und Bewegungshungrige zu Frühjahrstouren ein. Egal ob Sie soft oder sportlich, ein paar Stunden, einen Tag oder eine ganze Woche lang wandern möchten – hier finden Sie garantiert den richtigen Weg.

Felder und Wiesen. Wälder und Wasserfälle. Einsam gelegene Wallfahrtkirchen und von langer Geschichte geprägte Dörfer. Dazu atemberaubende Aussichten auf den einmal bläulich, einmal grünlich schimmernden Iseosee und auf die schneebedeckten Gipfel der Alpen. All das vereint ein Wanderweg in der lombardischen Provinz Brescia, der sich am Verlauf der antiken Via Valeriana orientiert.-Schon zur Römerzeit und im Mittelalter waren Menschen mit Tieren und Lasten auf dieser Route unterwegs, die Oberitalien mit der alpinen Bergwelt verbindet. Die einen beförderten Waren. Die anderen zogen mit ihrem Vieh zu neuen Weideflächen. Der heutige Val-Valeriana-Wanderweg, der von Pilzone am Ufer des Iseosees zum in 1883 Metern Höhe gelegenen Tonale Pass führt, zählt zu den schönsten Trekking-Trails Italiens. Die 140 Kilometer zwischen Start und Ziel sind in neun Etappen unterteilt und lassen sich mit normaler Kondition und der nötigen Trittsicherheit gut meistern. Steilere Anstiege gibt es nur an wenigen Stellen. Atemberaubende Kulisse dafür in Hülle und Fülle. Spektakuläres erwartet Wandernde schon auf der ersten und mit 24 Kilometern längsten Etappe. Sie führt zu den Pyramiden von Zone – bizarren, durch Erosion entstandenen Meisterwerken der Natur. Da die meisten Tagezielorte an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen sind, lässt sich die Tour entlang der Val Valeriana beliebig verkürzen. Mit Bus oder Bahn geht es bequem nach Pilzone am Iseosee zurück.

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Lombardei Radeln, wandern und Zitronen schauen

Wer nach dem langen Lockdown nach Italien lechzt, muss gar nicht weit fahren. Der sonnige Süden fängt schon am Gardasee in der Provinz Brescia an.

„Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn, im dunkeln Laub die Goldorangen glühn … Dahin, dahin möchte ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn.“ Kein geringerer als Dichterfürst Goethe hat mit diesen Zeilen die Italiensehnsucht seiner Landsleute angefacht. Um in den Düften und Farben des Südens zu schwelgen und Zitronen mit der Sonne um die Wette leuchten zu sehen, muss man nicht unbedingt an die Amalfiküste oder nach Sizilien fahren. Der sinnlich-sonnige Süden fängt schon am Gardasee an.

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Leicht wie ein Wildvogel

Das Valle d´Aosta liegt angrenzend am Piemont, Frankreich und die Schweiz. Auf den 5000 km langen Höhen- und Mittelstreckenwegen werden die Natur respektierende Outdoor-Aktivitäten großgeschrieben. So wie Steinbock und Gämse unbeirrt die wilden Kräuter und das Alpengras fressen, zieht der Alpenadler seine luftigen Bahnen über die vier Viertausender. Leicht wie ein Wildvogel … spannen wir die Flügel auf und lassen den geschärften Blick über die weitflächige Region des Aostatal schweifen.

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Zitronenhaine am Lago Maggiore

Das große Fest der Zitruspflanzen, Gli Agrumi di Cannero, findet in Cannero Riviera am Lago Maggiore statt. Der kleine und feine Badeort am oberitalienischen See eröffnet den Frühling mit einer besonderen Veranstaltung, die die mediterranen Pflanzen ganz nah an die Alpen bringen

Das berühmte Goethe-Zitat vom Land, wo die Zitronen blühen, macht deutlich, wie tief der Liebreiz der Zitrusfrüchte im romantischen Sehnen nördlich der Alpen verwurzelt ist. Die empfindlichen Pflanzen, die ein mildes und sonnenverwöhntes Klima benötigen, waren ursprünglich weiter im Süden, am Mittelmeer, beheimatet. Doch am Lago Maggiore mit seinem milden Mikroklima finden Zitronen- und Orangensträucher ideale Voraussetzungen, um hier ihre farbenfrohen und formenreichen Früchte reifen zu lassen.

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Der Wintersee: Krippen am Lago Maggiore

Die beliebte Ferienregion um den Lago Maggiore mit seinem hochalpinen Hinterland fasziniert auch im Winter. Die Bergwelt und der See verlocken zu Spaziergängen und Wanderungen. Und wer durch diese schöne Gegend im Dezember und Januar wandert, der wird überall eine der italienischen Besonderheiten entdecken: die Krippen.

Die Weihnachtskrippen blicken in ganz Italien auf eine lange und vielfältige Tradition zurück. Die ersten sinnfälligen Darstelllungen der Weihnachtsgeschichte sind bekanntermaßen bereits seit dem Heiligen Franz von Assisi überliefert. Zu fast schon einer wahren Kunst mit eigener Ausdrucksform haben sich die Krippendarstellungen entwickelt, besonders in Neapel, dessen Krippen weltweit bekannt sind. Aber in ganz Italien gehört die Krippenkunst einfach dazu und bringt Freude in die dunkle Jahreszeit.

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Gaumenschmaus auf der Fischerinsel im Lago Maggiore

Am Lago Maggiore präsentiert sich die Kochkunst von seiner ursprünglichen Seite. Das Festival „Gente di lago e di fiume” vom 6. bis zum 7. Oktober auf der bringt auf fulminante Weise die urtümlichen Gaumenfreuden des Sees zur Geltung: alles rund um die heimischen Süßwasserfische. Den malerischen Rahmen für das junge Event bietet die unverwechselbare Isola dei Pescatori

Eine noch junge Idee, die in diesem Jahr erst zum zweiten Male umgesetzt wird und schon verspricht, ein Klassiker zu werden: das Festival Gente di Lago e di Fiume, die Leute vom See und vom Fluss, bringt am 6. und 7. Oktober Chefköche auf die Isola dei Pescatori, mitten im norditalienischen Lago Maggiore. Ein kulinarisches Ereignis erster Güte und voller Emotionen, was seinem Begründer zu verdanken ist: Marco Sacco, der am Lago di Mergozzo das Restaurant Piccolo Lago betreibt, ist der Initiator dieses Festivals. Die Idee ist, alles wertzuschätzen, was Tradition, Kultur und die Gastronomie hervorbringen in einer Landschaft, die an den Seen und Flüssen von den Alpen bis zum Meer vom Süßwasser geprägt ist. Denn, so sagt Marco Sacco: „Wir sind Leute vom See und wir haben unsere eigene Kultur, die man wertschätzen sollte.“ In einem Land mit so langer Küstenlinie wie Italien ist das durchaus etwas Besonderes. Und wie überall in Italien, ist auch hier ein wichtiger Teil der Kultur das gute Essen.

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Vigezzina Centovalli - die Schmalspurbahn am Lago Maggiore

Die Vigezzina-Centovalli-Bahn, das italienisch-schweizerische Projekt wurde 1919 feierlich besiegelt und in Angriff angenommen. Eine hundertjährige Erfolgsgeschichte, ursprünglich gedacht, um die abgelegenen Ossola-Täler zu erschließen, zieht heute Bahnbegeisterte und Touristen aus aller Welt in ihren Bann, im Hinterland des Lago Maggiore

Wer es einmal gemacht hat, kommt wieder: eine Fahrt mit der Schmalspurbahn durch die Berge gleich am Lago Maggiore ist ein unvergessliches Erlebnis. Von Domodossola im italienischen Piemont bis nach Locarno am nördlichen Schweizer Zipfel des Lago Maggiore durchfährt die Bahn eine traumhaft schöne Landschaft, die, jenseits der großen Touristenströme unbedingt einen Besuch lohnt. Eine Strecke über exakt 52,2 km, davon 32,3 km auf der piemontesischen und 19,9 km auf der Seite des Tessin, mit teilweise stattlichen Gefällen bis zu 60 %.

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