Boxster Spyder: Ein puristischer Roadster für extremen Fahrspaß

m Jahr 2015 prägen bei Porsche rigorose Sportwagen das Bild: Mit dem Boxster Spyder folgt nach Cayman GT4 und 911 GT3 RS die Neuauflage des Roadsters in Reinkultur. Das neue Spitzenmodell der offenen Zweisitzer hat die Eigenständigkeit des vorherigen Spyder, der mittlerweile Kultstatus erreicht hat, bewahrt. So will das klassische Stoffverdeck wieder von Hand bewegt werden. Auch das Getriebe gibt es ausschließlich mit Handschaltung. Dafür erwartet Fahrer und Beifahrer das unmittelbare Sportwagen-Erlebnis des leichtesten und gleichzeitig leistungsstärksten Boxster mit einer Fahrdynamik, die keinen Vergleich zu scheuen braucht. Der unbestechliche Maßstab Nürburgring Nordschleife beweist dies überzeugend: Nach sieben Minuten und 47 Sekunden passiert der Boxster Spyder wieder die Start-Ziel-Linie.

Der stärkste Boxster: Sechszylinder mit 375 PS aus dem 911 Carrera S

Vor der Hinterachse des Boxster Spyder arbeitet ein 3,8 Liter großer Sechszylindermotor mit Direkteinspritzung, der auch den Cayman GT4 beflügelt und aus dem 911 Carrera S adaptiert wurde. Er leistet in dem Mittelmotor-Roadster 375 PS (276 kW) bei 6.700/min und damit 45 PS mehr als der 3,4-Liter-Motor im Boxster GTS. Auch das Drehmoment liegt mit 420 Nm zwischen 4.750/min und 6.000/min höher als bei der GTS-Maschine mit 370 Nm. Der puristische Roadster beschleunigt aus dem Stand in 4,5 Sekunden auf Tempo 100, eine halbe Sekunde schneller als der Boxster GTS mit Schaltgetriebe. Als Höchstgeschwin digkeit erreicht der Boxster Spyder 290 km/h – auch mit geschlossenem Verdeck. Im NEFZ gesamt beträgt der Verbrauch 9,9 l/100 km.

Der Boxster Spyder zeichnet in seinem eigenständigen Design Stilelemente legendärer Sportund Rennwagen von Porsche nach. So ziehen sich zwei prägnante Höcker, die so genannten Streamliner, hinter den Kopfstützen über den langen Heckdeckel – eine Hommage an den 718 Spyder aus den 1960er-Jahren. Die neue Verkleidung der Überrollbügel sorgt dabei für ein harmonisches Styling. Das manuelle Faltverdeck erinnert ebenfalls an die früheren Roadster. Die nach hinten gespannten Finnen geben der Silhouette ihr charakteristisches Design. Bug- und Heckteil des Boxster Spyder stammen vom Cayman GT4 und heben den

Anspruch als Hochleistungssportwagen hervor. Der neue Top-Roadster misst dadurch zehn Millimeter mehr in der Länge und duckt sich elf Millimeter flacher als der Boxster GTS. Im Bug fallen die drei großen, schwarz vergitterten Einlassöffnungen auf, die drei dahinter liegende Wärmetauscher mit Kühlluft versorgen.

Spaßfaktor Handarbeit: Leichtbauverdeck und manuelles Getriebe

Als ursprünglicher Roadster verbindet der Boxster Spyder ein klassisch-sportliches Fahrerlebnis mit der Performance von heute. Das bedeutet: Ein straffes Sportfahrwerk mit 20 Millimetern Tieferlegung, manuelles Sechsgang-Getriebe, Klimatisierung nur über Heizung oder offenes Verdeck und den Mittelmotor als einziges Soundsystem. Ein Leichtbauverdeck, das von Hand auf- und zugeklappt und elektrisch nur ver- und entriegelt wird ergänzt das Roadster-Paket. Beim Schließen wird im Wesentlichen der Heckdeckel geöffnet, das darunter verborgene Verdeck aufgeklappt. Nach dem Einstecken der Finnen am Heckdeckel genügt

ein Tastendruck und das Verdeck zieht sich am Frontscheibenrahmen fest. Das Öffnen erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.

Konsequenter Leichtbau für überragende Dynamik

Die puristische Ausstattung ist dem konsequenten Leichtbau geschuldet: Mit 1.315 Kilogramm ist der Spyder der leichteste Sportwagen der Boxster-Familie. So besteht der großflächige Heckdeckel aus Aluminium. Das Leichtbauverdeck mit unbeheizter Kunststoff-Heckscheibe wiegt beispielsweise elf Kilogramm weniger als das Boxster-übliche Automatikverdeck. Leichte Sportschalensitze sowie die reduzierte Dämmung verbessern ebenfalls die Gewichtsbilanz. Das Ergebnis ist für den Fahrer deutlich spürbar: Der Schwerpunkt liegt noch tiefer als bei den übrigen Boxster-Modellen, das Leistungsgewicht sinkt auf 3,5 Kilogramm pro PS. Der Boxster Spyder lässt sich fast so agil fahren wie ein Kart und trotzdem so vehement beschleunigen wie ein Hochleistungssportwagen.

Damit spielt das Fahrdynamik-Konzept des Mittelmotor-Roadsters von Porsche seine Vor teile voll aus. Exklusiv dem Spyder vorbehaltene, breite 20-Zoll-Räder verstärken die quer dynamischen Vorteile des modifizierten Sportfahrwerks, das auf dem Chassis des Boxster GTS aufgebaut ist. Die Felgenbreite der Vorderräder beträgt 8,5 Zoll, die der Hinterräder 10,5 Zoll.

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Quelle/Foto: Porsche

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